Coleslaw ist die amerikanische Antwort auf unseren Krautsalat. Grundsätzlich handelt es sich bei Coleslaw um klein gehobelten, geschnittenen oder geschredderten Weißkohl sowie Zwiebeln und Karotten mit einem Mayonnaise-Dressing. Mir schmeckt der Kohl fein gehobelt etwas besser als geschreddert, aber das ist reine Geschmackssache. Was dem Coleslaw aber einen besonderen Kick verleiht, das ist Selleriesalz. Die dezente Sellerienote passt einfach super zum cremigen Krautsalat.
Sehr praktisch finde ich, dass man den Coleslaw schon einen Tag im Voraus zubereiten kann, ja er schmeckt sogar noch besser, wenn er gut durchgezogen ist. Damit eignet er sich auch als kleiner, gesunder Snack im Büro.

Die Herkunft des Coleslaws ist nicht ganz gesichert. Schon die Römerinnen und Römer aßen Krautsalat, so viel ist bekannt. Der Begriff Coleslaw jedoch dürfte vom niederländischen „Koolsla“ abgeleitet sein. So könnten die niederländischen Gründer von New York den Krautsalat über den Atlantik gebracht haben. Rezepte finden sich bereits in amerikanischen Aufzeichnungen aus dem 18. Jahrhundert. Eine Erfindung aber änderte die Zubereitung des Salats in den USA für alle Zeiten: Mayonnaise. Seitdem ist sie unverzichtbarer Bestandteil der dortigen Rezepte.
Auch deren Ursprung ist übrigens nicht hundertprozentig gesichert. Eine Theorie besagt, dass Mayonnaise ihre Wurzeln auf Menorca hat – und auf der Insel ist man bis heute stolz darauf. Dort kapitulierten 1756 in der heutigen Hauptstadt Mahon die Briten vor Angreifern aus Frankreich, Truppen des Herzogs von Richelieu. Und die entdeckten dort ebendiese Mayonnaise, die während der Belagerung aus der Not heraus zubereitet worden sein soll, aus dem, was noch da war: Eigelb und Öl. Der Name könnte dieser Theorie nach in Anlehnung an die Hauptstadt zunächst Mahonnaise gelautet haben. Es gibt andere Theorien, die den Ursprung des Wortes eher im Französischen sehen. Das Gute ist: Es gibt Mayonnaise heute in jedem Supermarkt.
Coleslaw
Gang: BeilageKüche: AmerikaSchwierigkeit: leicht8
Personen30
Minuten2
StundenAuf dem Markt
1 Weißkohl, mittelgroß - = ca. 1 kg für 8 Personen
2 Karotten, mittelgroß - grob geraspelt
½ kleine Zwiebel - fein gewürfelt
Für das Dressing:
150 ml Sahne
150 ml Buttermilch
150 Gramm Mayonnaise
1-2 Essl. Weißweinessig - oder heller Balsamico-Essig
ca. 2 TL Zitronensaft
1 EL Zucker
1 TL Selleriesalz
Salz und Pfeffer - zum Abschmecken
Am Herd
- Für den Salat
- Zunächst entfernst du die äußeren Blätter des halbierten Weißkohls, dann viertelst du ihn. Die Viertel werden nun nochmal längs durchgeschnitten und fein gehobelt oder mit dem Messer in sehr feine Streifen geschnitten. Lass den harten Strunk übrig, er soll beim Hobeln nur die Blätter zusammen halten. Am Ende sollen ca. 900 g Kohl übrig bleiben. (Alternativ kannst du ihn auch im Mixer schreddern.) Gib den geschnittenen Kohl zur Weiterverarbeitung in eine große Schüssel.
- Als nächstes schälst du die Karotten und raspelst sie grob mit einer Reibe oder du schredderst sie zusammen mit dem Kohl. Schneide die halbe Zwiebel in kleine Würfel und gib beides zum Kohl in die Schüssel. Jetzt alles gut vermengen.
- Für das Dressing
- Gib alle Zutaten für das Dressing in ein Schüssel, verrühre alles mit einem kleinen Schneebesen oder Löffel und schmecke das Dressing kräftig ab.
- Fertig stellen
- Gieße das Dressing über den Salat und mische alles durch. Am Ende nochmals abschmecken.
- Lass den Coleslaw bis zum Servieren am besten ein paar Stunden im Kühlschrank durchziehen.