Nudelsalat! Da kommen Erinnerungen an die Kindergeburtstage früherer Tage hoch. Nudelsalat nach F mit Dosenerbsen, Fleischwurstwürfeln und Mayonnaise. Das war einmal der Inbegriff von „Lecker“. Heute hingegen machen wir einen Nudelsalat aromatisch, mediterran und frisch. Denn die Kombination von Tomaten, Paprika, Basilikum und schwarzen Oliven machen ihn unwiderstehlich lecker. Wobei – manchmal muss es auch noch der Nudelsalat von früher sein, mit Mayo und allem drum und dran.

Auf die Nudel kommt es an.
Die Italiener wissen es längst: Nicht jede Nudel passt zu jedem Gericht. Weil sie immer mit den anderen Zutaten korrespondieren müssen. Spiralnudeln beispielsweise finde ich super in einem überbackenen Auflauf. Auch für klassischen Nudelsalat mit Mayonnaise kann man sie gut nehmen. Aber für den Mediterranen Nudelsalat brauchen wir etwas anderes. Etwas, das mit den fein geschnittenen anderen Zutaten korresponiert. Etwas, das die Soße aufnimmt und ein leckere Essgefühl erzeugt. Für mich sind Gnocchetti Sardi die erste Wahl.
Gnocchetti Sardi stammen von Sardinien. Das sagt einem ja schon der Name. Dort macht man allerdings keinen mediterranen Nudelsalat daraus. Zumindest habe ich noch keinen gesehen. Dort kocht man sie gerne mit Tomatensoße und Salsiccia, der leckeren italienischen Fenchelwurst. Doch wer sagt, dass man die Nudeln nicht auch anderweitig verwenden kann? Meiner Meinung nach hat keine andere Nudelsorte als Salat so ein tolles Essgefühl, wie die kleinen, muschelförmigen Nudeln.
Mediteraner Nudelsalat
Gang: HauptgangKüche: ItalienischSchwierigkeit: leicht6
Personen^59
Minuten30
MinutenAuf dem Markt
500g Gnocchetti Sardi
3 Knoblauchzehen
1 rote Spitzpaprika
250g Cocktailtomaten, am besten in verschiedenen Farben
1 orange Paprika
eine Handvoll schwarze Oliven
1 halbe Salatgurke
2-3 Frühlingszwiebeln
1/2 Bund Schnittlauch
2 EL Weißweinessig
1 EL Sherryessig
1/2 Bund Basilikum
6 EL Olivenöl
1 EL Tapenade
Salz, so nach Gefühl
schwarzer Pfeffer frisch gemahlen
1 Prise Cayennepfeffer
nach Gusto Kapern und Sardellen
Am Herd
- Die Nudeln in sprudelndem Wasser ungefähr nach Packungsangabe kochen. Sie können 1-2 Minuten länger im Wasser bleiben, als die „al dente“ Angabe.
- Drei Minuten, bevor die Nudeln fertig sind, die ungeschälten Knoblauchzehen mit ins Kochwasser geben.
- Dann die Nudeln in ein Nudelsieb geben und mit kaltem Wasser abschrecken.
- Den Knoblauch herausfischen und die Nudeln mindestens eine Stunde abkühlen lassen.
- Knoblauch fein würfeln.
- Die Tomaten vierteln.
- Die Paprika halbieren und entkernen. Dann erst längs schmale Streifen schneiden und dann quer kleine Würfel.
- Die Salatgurke fein gewürfelt. Das innere Kerngehäuse der Gurke darf mit in den Salat – normalerweise verwässert es viele Salate unschön, doch in diesem Fall kommen die Nudeln damit prima klar.
- Die Oliven entsteinen und ebenfalls würfeln.
- Die Frühlingszwiebel halbieren, in feine Halbringe schneiden und in einer Schüssel mit dem Essig für ca. 15 Minuten marinieren und so an Schärfe verlieren lassen.
- Schnittlauch in Ringe schneiden.
- Sardellen kleinschneiden und mit den Kapern mischen.
- Gewürfelten Knoblauch zusammen mit einem Teelöffel Salz im Mörser zu einem Brei zerstampfen.
- Den Brei zu den Frühlingszwiebeln geben und die Tapenade (optional) unterrühren. Dann in dünnem Strahl das Olivenöl einarbeiten. Fertig ist das Dressing.
- Die Nudeln in einer Schüssel mit den Gemüsewürfeln mischen.
- Die Kräuter hacken und mit den Kapern und Sardellen unterheben.
- Dann alles gründlich mit dem Dressing vermengen und mit Salz, Pfeffer und Cayenne-Pfeffer abschmecken.
- Den Salat mindestens 2 Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen.
TIPPS
- Wer es mag gibt noch ein paar in Salz eingelegte Kapern, und gehackte Sardellen dazu.