Rievkooche, a kölsch Delikatess

Mam, Mam, schnapp d’r de Pann,
mir wolle Rievkoche han.
Mam, Mam, fang doch flöck an,
fuffzehn Stöck pack op d’r Mann.
Denn Rievkoche, dat es en Delikatess, 
die schmecken am allerbess,

Wer hat das Fingerfoot erfunden? Klar, die Kölner. Die verkauften schon vor zighundert Johr Rievkooche auf der Straße, sogar aus dem Küchenfenster. Besonders im Griechenmarktveedel war die preiswerte Köstlichkeit gefragt. Kein Wunder, denn hier wohnten die nicht ganz so reichen Kölner. Der Volksmund fand auch schnell einen passenden Namen für die Schlemmergasse: Rievkoocheallee.

Heute darf das Reibekuchenbüdchen (Rievkoochebüdche) auf keiner Kirmes und schon gar keinem Weihnachtsmarkt fehlen.

Reibekuchen munden nicht nur mit Apfelkompott oder Zucker bestreut. Geröstete Zwiebeln, gebratene Flönz oder ausgelassene Speckwürfel sind mindestens genau so lecker zur rheinischen Kartoffelspezialität. Prima schmecken die Rievkooche auch mit Matjes oder Heringsschlot. Natürlich gibt’s auch eine Schickimicki-Variante für Düsseldorfer – mit Räucherlachs, Sahnemeerrettich und einem Tüpfchen Forellenkaviar.

Rievkooche

Rievkooche

Gang: BeilageKüche: DeutschlandSchwierigkeit: leicht
Portionen

4

Personen
Vorbereitungszeit

20

Minuten
Bratzeit

20

Minuten

Auf dem Markt

  • 1 kg Kartoffeln

  • 1 große Zwiebel

  • 2 Eier

  • Salz

  • Muskat

  • Öl

Am Herd

  • Ein Leinentuch (dünnes Geschirrhandtuch) über eine Schüssel legen. Kartoffeln und Zwiebel auf einer groben Küchenreibe in die so ausgeschlagene Schüssel reiben. Danach die Masse in dem Tuch über der Schüssel kräftig ausdrücken. Die aufgefangene Flüssigkeit stehen lassen, bis sich die Stärke am Boden absetzt.
  • Die ausgedrückten Kartoffeln und Zwiebeln mit der aufgefangenen Stärke (das Restwasser wird weggegossen) und dem Ei in einer Schüssel verrühren. Kräftig mit Salz und Muskat würzen.
  • In einer großen Pfanne reichlich Öl erhitzen. Mit dem Löffel kleine Häufchen der Reibekuchenmasse hineinsetzen und flach drücken.
  • Die Rievkooche von beiden Seiten knusprig goldbraun braten.
  • Herausnehmen und auf Küchenkrepp kurz abtropfen lassen.

Rezept-Video

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