Spaghetti mit Tomatensauce: Spaghetti Napoli? Pasta al Pomodoro!

Zugegeben, einfacher kann eine Pastasauce beinahe nicht mehr sein, aber es gehört schlicht mehr dazu, ein ordentliches Sugo di pomodoro auf die Nudeln zu klatschen, als nur eine Flasche Passata aufzumachen und über lätschig gekochte Spaghetti zu kippen. Oder noch schlimmer: den fertig gepackten Miracoli-Karton aufzureißen. Untersteh’ dich!

Auch eine Tomatensauce hat Liebe und vor allem Beachtung verdient. Deshalb Zeit nehmen. Es dauert auch wirklich nur einen Hauch länger für maximalen Pastagenuss.

Zuerst drei angedrückte Knoblauchzehen in Olivenöl anbraten, bis die Zehen leicht gebräunt sind und an den Oberflächen leichte Blasen werfen. Man darf auch eine ganz fein gewürfelte rote Zwiebel mit ins Öl geben. Jetzt kommt ein Hauch Chili und wirklich gute geschälte ganze Tomaten aus dem Glas (oder der Dose) dazu. Und nein, das ist kein Frevel, denn was spricht denn dagegen, den Geschmack von wirklich bis zur Perfektion gereiften Sommertomaten das ganze Jahr über zu genießen? San Marzano Tomaten sind nie verkehrt … und die Betonung liegt auf ganze – also kein roter Würfelkram. Wenn natürlich im Sommer dein Lieblingsmarktstand die besten Früchten hat, go for it!

Aber halt! Nicht einfach in den Topf kippen. Die Tomaten werden abgegossen (frische Tomaten heiß überbrühen, kalt abschrecken und pellen) und auch das Kerngehäuse wird entfernt – alles auffangen und zuerst das Kerngehäuse und Tomatenwasser im aromatisierten Öl anschwitzen, bis es zu einer vor Umami nur so strotzenden Paste einreduziert ist.

Jetzt kommt der ganze gute Rest der Tomaten, frischer Basilikum, Thymian, eine Prise Salz und ein Hauch brauner, karamelliger Zucker dazu und dann lasse wir das Ganze 45 Minuten auf kleinster Flamme köcheln.

Wir verwenden für unsere Pasta al pomodoro gerne etwas dickere Spaghettoni, die bitte, bitte, bitte in viel Salzwasser gegart werden. Pro 100 g getrockneter Pasta wird ein Liter Wasser aufgekocht und dann mit je einem gut gehäuften Teelöffel Salz gewürzt. Also reichlich. Keine Prise Salz.

Wenn die Nudeln „kurz vor al dente“ sind, kommen sie tropfnass in unseren Sugo di pomodoro. Noch einen Esslöffel Butter und etwas Parmesan darunter rühren und fertig. Mit ein paar Blättchen Basilikum garnieren.

Pasta al Pomodoro

Pasta al Pomodoro

Gang: HauptgangKüche: ItalienSchwierigkeit: mittel
Portionen

4

Personen
Vorbereitungszeit

19

Minuten
Kochzeit

45

Minuten

Auf dem Markt

  • 500 g geschälte Tomaten

  • 4 Zehen Knoblauch

  • 3 EL Olivenöl

  • 1/2 TL Salz

  • 1/2 TL Rohrohrzucker

  • 1/2 TL schwarzer Pfeffer grob gemahlen

  • 2 Zweige Thymian

  • 1 Prise Chiliflocken besser Piment d*Espelete

  • 1/2 Bund Basilikum

  • 500 g Spaghetti

  • 75 g Parmesan

  • 1 EL Butter

Am Herd

  • Tomaten abgießen, Saft auffangen. Die einzelnen Früchte anschneiden und auch den inneren Saft abgießen.
  • Knoblauchzehen mit der flachen Seite des Küchenmessers andrücken und schälen.
  • Olivenöl in einen heißen Topf geben, Knoblauch und Chiliflocken bei niedriger bis mittlerer Hitze 3-5 Minuten anschwitzen, bis der Knoblauch leicht anbräunt.
  • Fruchtfleisch der Tomaten dazugeben, unterrühren und weitere 5 Minuten anschwitzen, bis die Tomaten zerfallen sind. Mit Salz, Zucker und schwarzem Pfeffer würzen.
  • Basilikum zupfen, einige Blätter für die Deko aufbewahren und weiche Stiele klein schneiden. Basilikum und Thymian zusammen mit dem Tomatensaft zur Sauce geben und aufkochen. Bei geringer Hitze köcheln lassen und ab und zu umrühren.
  • 5 Liter Wasser aufkochen und mit Salz würzen. Spaghetti ins Kochwasser geben und etwa eine Minute kürzer kochen, als auf der Packung angegeben. Anschließend noch tropfnass in die Sauce geben und gut vermengen. Bei Bedarf mit Pastawasser verdünnen.
  • Thymianzweige und Knoblauchzehen aus der Sauce nehmen, Parmesan und optional Butter unterrühren und mit Basilikumblätter getoppt servieren.

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